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Wahrnehmen – Erfahren – Gestalten. Phantomgrenzen und soziale Raumproduktion

PD Dr. Michael G. Esch (GWZO at U Leipzig, Germany) and Dr. Béatrice von Hirschhausen (Centre Marc Bloch, Germany)
Publication Date 2017
Publisher Wallstein Verlag
Language German
Information Link

 

Abstract

Über den Umgang mit historischen Räumen und Grenzen in Ostmittel- und Südosteuropa.

Grenzen und Räume erscheinen immer als bereits vorhanden: im Alltag, in medialen Repräsentationen, wissenschaftlichen Thesen und politischen Diskursen. Tatsächlich werden sie aber erst über eine diskursive Konstruktion sozial und materiell ins Leben gerufen, als sinnvoll betrachtet, erfahrbar. Durch diese Erfahrbarkeit strukturieren sie - manchmal lange über ihr tatsächliches Bestehen hinaus - individuelles, kollektives und politisches Handeln. Dieser aktive Umgang der Menschen mit Raum und Grenzen wirkt auf ihre Konstruktion zurück: Bewusst und unbewusst, willkürlich und unwillkürlich eignen sich Akteure Raum und Grenzen an, überschreiten sie, tragen zu ihrem Wandel und ihrem Fortwirken, zu ihrer veränderlichen Gestalt und Sinngebung bei.

(Source: Wallstein Verlag, Link (12 July 2017))